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Geschichte des Bieler Schneesportkurses

Die genauen Anfänge des Bieler Schneesportkurse konnten nicht genau eruiert werden. Während ursprünglich nur Lehrerinnen und Lehrer aus Biel den von Peter Mürner und Martin Sollberger geleiteten Kurs besuchten, dieser fand damals im Bieler Ferienheim in Grindelwald statt, kamen während den folgenden Jahren vermehrt auch Kursteilnehmer aus dem ganzen Seeland, um sich im Skifahren weiterzubilden.

Ab 1971 war nebst Lagerleiter Sollberger auch Heinz «Hene» Hofmann als technischer Leiter dabei. Seit 1972 gab es auch Jugend und Sport J+S und die Kurse sollten zukünftig auch als J+S FK angeboten werden. Hene sollte in den folgenden 40 Jahren bis 2011 den Kurs stark prägen. Unter seiner Leitung wurden immer Neuigkeiten im Schneesport angeboten und konnten unter fachlicher Leitung erlernt werden. Snowboard, Bigfoot, Snowblades, Carving und Telemark waren neue Herausforderungen an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

1991 wechselte der Kurs ins Saanenland.

Infolge immer grössere Teilnehmerzahlen mussten Alternativen gefunden werden. Ab 1993 fanden jeden Winter zwei Bieler Kurse statt: Der erste und grössere Kurs findet jedes Jahr in Schönried statt und soll vor allem auf die Skilager vorbereiten. Der zweite im Bieler Ferienhaus Alpenblick in Gstaad als «à la carte»-Kurs, bei welchem die persönliche Weiterbildung und der Spass am Schnee im Vordergrund steht und auch die Geselligkeit nie zu kurz kommt.

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen jedes Jahr wieder in diese beiden Kurse, weil sie eben «anders» sind. Dazu zwei Anektoten:

Vor einiger Zeit gab die Topgruppe im Kurs in Grindelwald extrem Vollgas, bis ein älterer Herr der Gruppe sich röchelnd zu Bode legte. Nach Alarmierung der Pistensanität wurde die Rega gerufen und der Mann abtransportiert. Als sich die Gruppe gegen 13 Uhr zum Mittagessen am vorher abgemachten Ort einfand, erschien kurz darauf der ältere Herr wieder und bedankte sich für den schönen Heli-Flug… Ein Stück Zucker hatte gereicht, um ihn wieder auf die Beine zu bringen.

 

Grindelwald First, extrem kalt, es schneit stark, der Wind bläst, die Pisten sind nicht gemacht, keine Sicht, die ganze Gruppe friert. Was gibt es da besseres als eine kleine Pause in der Beiz mit einer warmen Ovomaltine. Ein geiziger, mercedesfahrender Lehrer fand diese Ausgabe übertrieben und meinte, er warte lieber draussen. Als alle bestellt hatten, erschien er und fragte, ob man nun wieder gehen könne, er müsse schliesslich sein Abo herausfahren.….

Auch in guter Erinnerung bleiben die vielen Aktivitäten abends um die Lagerhäuser herum. So zum Beispiel das Nachtspringen über die selbstgebaute Schanze neben dem Alpenblick in Gstaad.

Text: Kurt Neujahr auf Basis von "Hofmanns-Erzählungen"